Kreis-FDP wählt Zwieseler Janos Metz zum Europadelegierten

FDP-Kreisrätin Josefa Schmid, Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer (Landshut), Kreisvorsitzender Mathias Baur, Referent Prof. Dr. Christoph Zeitler und Europadelegierter Janos Metz aus Zwiesel.

Der FDP-Kreisverband Regen hat bei seiner jüngsten Kreisversammlung im Gasthof Posthalter als Landesdelegierten zum FDP-Europaparteitag den Zwieseler Buchhändler Janos Metz gewählt.

Der Inhaber des Schreibwarengeschäfts Wegmann hat damit die Möglichkeit eröffnet, als Europalistenkandidat der FDP bei den Direktwahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 anzutreten. Bei der Versammlung war außerdem Prof. Dr. Christoph Zeitler aus Landshut anwesend, der ebenfalls als niederbayerischer Europakandidat antreten will und dem Bezirksvorstand der FDP Niederbayern angehört. Der Politikwissenschaftler hielt ein leidenschaftliches Referat für ein freiheitliches Europa, in dem aus seiner Sicht mehr private Selbstbestimmung vonnöten wäre. Er verwahrte sich nach einer generellen Forderung nach mehr Integration und mehr Europa.

In der Außen- und Sicherheitspolitik, Innen- und Asylpolitik, etwa bei der Verteilung von Flüchtlingen, sei eine größere Verantwortung Europas notwendig.

„Zu viel Europa“ führe aber in eine Schulden- und Transferunion, eine Schuldenfinanzierung von Pleitestaaten oder einer Zinspolitik, die den Sparer enteigne.

Europa sei viel wichtiger, als es der Bürger gemeinhin vermute, glaubt Zeitler. 80 Prozent der zentralen politischen Entscheidungen falle heute in Europa. Den nationalen Parlamenten verbleibe oft nur mehr die Kompetenz, diese in nationales Recht umzusetzen. „Und wir Deutsche machen dies auch immer termingerecht und zu 150 Prozent“, kritisiert Christoph Zeitler die überbordende nationale Demokratie.

Er forderte deshalb eine stärkere Vernetzung der Europapolitiker mit den Abgeordneten aus Bund und Land, um den Bürokratieabbau stärker voranzutreiben.


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